In den zeitgenossischen Biographien Galileos wird mehrfach betont, dass er meisterhaft habe zeichnen konnen. In der Tat hat Galileo an der Kunstakademie studiert; hier entwickelte sich seine Freundschaft mit dem spateren Hofkunstler Ludovico Cigoli. Das Buch stellt diese Pragung in den Mittelpunkt: Es verfolgt Galileos Vertrauen in die erkenntnistheoretische Kraft der Zeichnungen. Zudem geht es Galileos Aktivitaten in der Kunstwelt und seinen kunsttheoretischen Reflexionen nach, um mit einem Blick auf seinen Ruhm zu enden: schlielich wurde er als Wiedergeburt Michelangelos verehrt. Die Publikation fasst erstmals samtliche Aspekte der Bestimmung Galileos als Kunstler zusammen: nicht allein als eine weitere Facette seines Wirkens, sondern als Wesenselement seiner Forschungen.
Galileo's Thinking Hand : Mannerism, Anti-Mannerism and the Virtue of Drawing in the Foundation of Early Modern Science