Teil: Historischer Ueberblick Über Husserls Verhältnis zu Kant und zum Neukantianismus.- 1. Kapitel: Von den Studienjahren bis zu den Logischen Untersuchungen (1900/01).- § 1. Die Studienjahre.- Die Jahre in Berlin.- bei Brentano in Wien: Brentanos Verhältnis zu Kant.- § 2.
Die vorphänomenologische Periode.- Negatives Kantverhaltnis in der ersten Hallischen Zeit.- die Philosophie der Arithmetik.- das geplante Werk: Philosophie der euklidischen Geometrie.- die Vorlesungen II die philosophischen Autoren, die Husserl hauptsächlich studierte.- § 3. Die Zeit der ,,Logischen Untersuchungen".- Di entscheidenden Jahre von 1894/95.
- der Einfluss Natorps auf Husserls Idee der objektiven Logik.- erste Berührung mit Rickert.- das neukantianische Milieu in Halle: Vaihingen Erdmann. Riehl.- die Berufung auf Kant und die Kritik Kants in den Logischen Untersuchungen.- positiveres Verhältnis zu Kant auch in den Vorlegungen, zahlreiche Vorlesungen und Ucbungen über Kant.- Husserls Kant-Lektüre.- 2.
Kapitel: Der Durchbruch zur transzendentalen Phänomenologie (Von den Logischen Untersuchungen zu den Ideen).- § 4. Die Periode unmittelbar vor der Entdeckung der phänomenologischen Reduktion.- Die phänomenologische Reduktion von 1907.- die Vorlesungen der ersten Göttinger Zeit.- Descartes. Kant und Natorp in den Fünf Vorlesungen (1907).- die Rolle Kants und Natorps in Husserls Durchbruch zur transzendentalen Phänomenoloftie.
- § 5. Die Jahre intensiver Auseinandersetzung mit Kant nach der Wendung zur reinen Phänomenologie.- Bewusste Annäherung Husserls an Kant seit Ende 1907.- Vertiefte Auseinandersetzung mit Kant in privatem Studium und in den Vorlesungen.- Intensivierung der Beziehungen zu den Neukantianern.- Kant in den Ideen I.- 3. Kapitel: Die Periode der Genetischen Phänomenologie.
- § 6. Die Zeit des ersten Weltkrieges als Zeit von Husserls weltanschaulichem Bündnis mit dem deutschen Idealismus.- Husterl als Nachfolger Rickerts in Freiburg i. Br.- Fühlungnahme mit dem deutschen Idealismus.- Die Flehte-Vorträge von 1917/18.- Husserls Kenntnis des Werkes von Fichte und der andern grossen deutschen Idealisten.- die Beschäftigung mit Kant in den Vorlesungen und Kant-Lektüre.
- § 7. Das letzte Jahrzehnt von Husserls akademischer Lehrtätigkeit.- Der Einfluss Natorps auf Husserls Idee der genetischen Phänomenologie.- vertieftes Einverständnis mit Kant vom Standpunkt der genetischen Phänomenologie.- die Vorlesungen; die wichtige Vorlesung Natur und Geist (1927). die sich ausführlich mit Kant und Rickert auseinandersetzt.- der Aufsatz Kant und die Idee der TranszendentalpKilosophie.- § 8.
Husserls Spätwerke.- Husserls Arbeit an grossen Publikationen nach seiner Emeriticrung von 1928.- Formale und Iranttendenlale Logik.- Cartesianische Meditationen 45 -- Krisis.- 2. Teil: Systematische Darstellung Von Husserls Verhältnis zu Kant und zum Neukantianismus.- I. Abteilung: Husserls Verhältnis zu Kant 53.
- Einleitende Bemerkungen über Den Aufbau dieser Abteilung.- 1. Kapitel: Husserls Kantkritik.- § 9. Kritik an einigen falschen Vorurteilen Kants.- (a) Kant fehlt der echte Begriff des Apriori (das antiplatonische und formalrationalistische Vorurteil Kants) 55:.- Eidos und Apriori.- Huuserl und das Kantische Apriori als Un-abhängigkeit von der Erfahrung.
- das materiale Apriori Husserls.- Kritik an Kants Bestimmung und Relativierung des synthetischen Apriori.- Kritik der Kantischen Scheidung von Analytik und Synthetik.- (b) Kant trennt zu schroff Sinnlichkeit und Verstand 62:.- Kritik Kants.- Sinnlichkeit und Verstand bei Husserl.- Husserls und Kants Begriff der ,,reinen Vernunft".- (c) Kant vermengt Noesis und Noema und vernachlässigt ein differenziertes Studium der noetischen Seite des Bewusstseins.
- § 10. Kritik an Kants Grundproblematik.- (a) Kant stösst nicht zum radikalen Erkenntnisproblem vor; seine Vernunftkritik enthält ,,edogmatische"Voraussetzungen, die der,,natürlichen"Wellauffassung entstammen 68:.- Die Wandlung von Husserls Interpretation des Kantischen Grundproblems.- erste Interpretation: Wie kann der Mensch a priori Gegenstände, die ausserhalb von ihm an sich sind, erkennen.- Kritik dieser Problematik: Kritik der Voraussetzung des ,,natürlichen"(psychologischen) Begriffe des Subjekts.- Kritik der Voraussetzung eines ,,natürlichen"und ,,dogmatischen"Begriffs des Objekts.- zweite Interpretation des Kantischen Grundproblems: Welches sind die apriorischen, objektiven und subjektiven Bedingungen der Möglichkeit der Konstitution von naturwissenschaftlicher Objektivität in der Subjektivität.
- das Kantische Erkcnntnisproblem als ein ,,immanentes".- Kants ,,Einklammening"der Naturwissenschaft.- (b) Die Erkenntnisproblematik Kants ist zu hochstufig; tieferliegende Probleme müssen vor ihr entwickelt werden 85:.- Kants Problem der Konstitution der wissenschaftlichen Natur setzt voraus die Konstitutionsproblematik der Lebenswelt.- weiter setzt jenes Kantische Problem voraus die transzendentale Erörterung der formalen Logik.- die Konstitution des inneren Zeitbewusstscins als die tiefste Problematik.- (c) Kants Problematik ist zu eng 88:.- Kant fehlt eine Kritik der Erkenntnis der geistigen Welt.
- Kants Verengung des Begriffs der Welterfahrung.- dritte Interpretation des Kantischen Grundproblems: das Problem der universalen ontologischen Erkenntnis der Welt.- (d) Kant unterlässt es, seine Transzendentalphilosophie einer transzendentalen Selbstkritik zu unterziehen.- § 11. Husserls Kantkritik unter dem Gesichtspunkt der transzendentalphilosophischen Methode.- (a) Kant fehlt der Begriff der phänomenologischen Reduktion 92:.- die ,,Faktizität"des transzendentalen Niveaus der Kantischen Vernunftkritik.- der Mangel der phänomenologischen Reduktion hat bei Kant eine Verwechslung von Psychologie und Transzondentalphilosophie zur Folge.
- (b) Kritik an Kants regressiv-konstruktiver Methode; Kant fehlt eine intuitiv-aufweisende Methode 94:.- Andeutung eines positiven Gebrauchs der Termini ,,Regression"und ,,Konstruktion"bei Husserl.- Kritik der regressiven Konstruktion als eines unanschaulichen Ersinnens von ,,erklärenden",,Prinzipien".- das ,,Prinzip aller Prinzipien".- der Sinn von Husserls ,,Positivismus".- Husserls ,,Prinzip aller Prinzipien"und Kants Forderung einer ,,Deduktion"der evidenten Synthetischen Sätze a priori.- Husserls Berufung auf die Kantische Formel: Begriffe ohne Anschauung sind leer.- mathematische Konzeptionen als Ursprung von Husserls Intuitionismus.
- Husserls Verbindung von Intuitionismus und intellektueller Ehrlichkeit.- Kritik an Kants ,,konstruierender Methode".- Kants Mangel einer intentionalen Analyse.- der Ursprung von Kants konstruierender Methode im Rationalismus und in der durch das Dogma gebundenen Theologie.- die Schuld der empiristischen Psychologie an den,, Konstruktionen"Kants.- der Mangel der phänomenologischen Reduktion als letzter Grund für Kants Uebersehen der Möglichkeit einer transzendentalen Erfahrung.- das Verhältnis von Intuitionismus und ,,transzendentaler Wendung"als den beiden letzten Prinzipien von Husserls transzendentaler Methode.- Exkurs: Bemerkung über Kants und Husserl Idee der Vernunft.
- (c) Kants Transzcndeotalphilcsophic fehlt die eidctische Methode.- § 12. Kritik an Kants ,,Lösung"seiner Vernunftproblematik.- (a) Kritik des Kantischen Psychologismus 114:.- Diese Kritik ist gebunden an Husserls frühe Kantinterpretation.- Kritik an Kants Rückführung von a priori notwendigen Gesetzen auf einen empirisch-psychologischen Mechanismus.- Kants Verwechslung von objektiver Notwendigkeit und subjektiver Nötigung.- die objektive apriorische Notwendigkeit ist nicht auf einen psychologischen Mechanismus zurückführbar.
- Husserl benutzt gegen Kant eine Argumentation, die dieser selbst gegen eine empirisch-psychologische Begründung des A priori anwendet.- (b) Kritik des Hämischen Anthropologismus 119:.- Zusammenhang von Psychologismus und Anthropologismus.- Husserl übersieht die Einheit von Kants ,,Ding an sich"und ,,intellectus archetypes".- Husserls realistische Interpretation von Kants ,,Ding an sich".- Kritik am ,,Ding an sich"auf Grund der These von der notwendigen Korrelation von Sein und Bewusstsein.- Kritik des ,,Ding an sich"als des indizierten aber verhüllten Substrates der Wahrnehmungserscheinungen.- Kritik des ,,Ding an sich"als der unbekannten Ursache der Erscheinungen.
- Logische Möglichkeit und sachlicher Widersinn eines ,,Dinges an sich"ausserhalb unserer Erfahrungsgegen-ständlichkeit.- Husserls Kritik am Kantischen ,,Ding an sich"beruht auf einer Fehlinterpretation.- Kritik an Kants ,,intellectus archetypus".- auch Husserls Kritik am ,,intellectus archetypus"beruht auf einer Fehlinterpretation.- Husserls Verneinung der Möglichkeit einer wesensmässig verschiedenartigen Erkenntnis und Wahrheit.- Husserl stellt sich nicht das Problem der Analogie.- der Begriff und die Bedingungen des Möglichen bei Kant und Husserl.- der Rationalismus Husserls.
- 2. Kapitel: Husserls Verhältnis zu Kants Idee der Logik.- § 13. Husserls Uebernahme der Kantischen Scheidung zwischen analytischem und synthetischem Apriori.- Kants Scheidung zwischen Analytik und Synthetik als Scheidung zwischen formaler und materialer Ontotogie und Logik.- Husserl und Kants Begriff des Analytischen.- Kants Idee derreinen formalen Logik.- Husserl und Kants Synthetik.
- der zweite, kantianische Aprioribegriff Husserls und seine fundamentale Bedeutung für Husserls Vernunftkritik und Phänomenologie der Konstitution.- § 14. Husserls Uebernahme von Kants Idee der "natura formaliter spedata".- Kants natura formaliter spectata als Ontologie der Natur und Logik der empirischen Naturwissenschaften.- Kants Grundsätze und die konstitutiven Formen: Raum.- Zeit.- Substantialitat.- Kausalität.
- § 15. Husserl und Kants Gedanke der transzendentalen Deduktion des Apriori.- Die Vorlesungen Natur und Geist von 1927.- der Weg der transzendentalen Deduktion ,,von oben".- Husserls Beschäftigung mit Kants transzendental-logischer Methode im Jahre 1908.- der tele.