Dieses historische Buch kann zahlreiche Tippfehler und fehlende Textpassagen aufweisen. Kaufer konnen in der Regel eine kostenlose eingescannte Kopie des originalen Buches vom Verleger herunterladen (ohne Tippfehler). Ohne Indizes. Nicht dargestellt. 1891 edition. Auszug: .Seuche zu bewahren. Dies erinnert an alte Pferdeopfer.
wie Weibsbilder ritten dreimal um die Kirche herum. Oft war der Andrang so gross, dass der die Kirche umgebende Kirchhof die Andachtigen nicht zu fassen vermochte, so dass ein Teil derselben ausserhalb der Kirchhofmauer herumreiten und seine schmiedeeisernen Votivbilder wahrend dieses Umrittes uber die Kirchhofmauer werfen musste. Man kann--so wird behauptet--keinen Spatenstich im Kirchhof machen, ohne auf solche Weihestucke zu stossen. Hinter dem Hochaltare hangen Ketten, Reifen, Pferdegebisse, Schlussel, Hand-und Fussschellen, Sensen, Pflugscharen, Hufeisen, Pferdefusse, alles von Eisen und in ubernaturlicher Grosse. Fruher war auch eine schwere eiserne Kette in der Kirche, welche die Kirchfahrter aufhuben oder aufzuheben versuchten; sie wurde aber fortgeschafft, weil das immerwahrende Geschepper den Gottesdienst allzusehr storte. An einer Wand der Kirche ist St. Leonhards Bild zu sehen, das die Sinndeute der Kette versucht. Der Heilige steht in den Wolken und halt in jeder Hand das Ende einer langen Kette, welche sich bis zur Erde senkt und zahlreiches betendes Volk sammt Priestern und Vornehmen umschlingt.
Jn einer holzernen Hutte des Kirchhofes aber find die LeouhardsNagel oder Klotze untergebracht; diese Hutte heisst die WurdingerHutte. Jn derselben sind folgende eiserne Klotze aufgestellt: 1. Der Wurdige (Wirtinger, Wurdinger). Es ist der aus Eisen gegossene kopflose Rumpf eines Geharnischten, mit zum Gebete gefalteten Handen; er ist 19'Zz Zoll hoch, 14 Zol.