Rom ist nicht nur die Stadt der Antike oder des Barocks, sie war auch ein Zentrum industrieller Produktion, in dem heute eine zeitgenössische Kulturszene vibriert. Im Zentrum der vergleichenden Untersuchung stehen das Museo Centrale Montemartini, das MACRO und MAXXI sowie als Ausblick der ehemalige Schlachthof Ex-Mattatoio, die der kulturpolitischen Initiative der Jahrtausendwende Roma 2000 wesentliche Impulse gaben. Das multidisziplinär angelegte Buch stellt nicht nur die Bau-, Nutzungs- und Stadtviertelgeschichten der kritisch analysierten Stätten vor. Es kontextualisiert die Fallstudien mit Überlegungen zur Erbewerdung, Musealisierung und zu Stadtplanungskonzepten. Methodisch informiert und reflektiert zeigt Anne Scheinhardt auf, wie aus einem bislang wenig beachteten Industrie- ein bedeutendes Kulturerbe wird. Schließt eine Lücke in der Stadtgeschichtsforschung zu Rom Innovative, multiperspektivische Studie zur Umnutzung als Phänomen Erschließt neues Archivmaterial zu römischen Industriestätten.
Industrie Erben : Kunst, Architektur und Städtebau Auf Den Produktiven Brachen Roms